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29 Sep 20

Klavier extra

Amadeus Wiesensee (Klavier)

Amadeus Wiesensee
Amadeus Wiesensee (Foto: Sammy Hart)

Mittwoch

28

Okt 2020

20.00

Paterskirche

iCal

Programm

R. Schumann: Waldszenen op. 82
A. Schönberg: Sechs kleine Klavierstücke op. 19
J. Brahms: Klavierstücke op. 119
F. Busoni (1866 – 1924): Sonatina seconda
L. v. Beethoven: Sonate op. 111

Amadeus Wiesensee (*1993) gehört (wie z.B. auch Alexander Krichel und Kit Armstrong) zu den faszinierenden Pianisten mit einer ausgeprägten Doppelbegabung. Parallel zum Musikstudium hat er Philosophie studiert und mit Bestnote abgeschlossen. Die Liste seiner Klavierlehrer und Ausbildungsstationen reicht von Karl-Heinz Kämmerling am Mozarteum Salzburg über Antti Siirala an der Münchner Musikhochschule bis hin zu Alfred Brendel, Elisabeth Leonskaja und Hélène Grimaud. Der finnische Juilliard School Professor Matti Raekallio schrieb über ihn: „… ein außergewöhnlicher junger Musiker von gleichermaßen intellektueller wie pianistischer Brillianz … ein … interessanter musikalischer Geist und ein beeindruckendes analytisches Vermögen, bereichert durch eine starke künstlerische Intuition. Ich erwarte von ihm bemerkenswert originelle und bedeutsame Beiträge in der Zukunft.“

Schon als Zwölfjähriger debütierte Wiesensee mit dem Münchner Rundfunkorchester. Inzwischen hat er seine Ausbildung abgeschlossen, mehrere bedeutende Wettbewerbe gewonnen und ist in seiner Karriere weit vorangekommen. In der Saison 19/20 debütiert er beispielsweise in der Münchner Residenz, im Bonner Beethovenhaus, auf Einladung von Daniel Hope in der Dresdner Frauenkirche, beim Heidelberger Frühling und bei den Schwetzinger Festspielen.

Wiesensees Kempener Programm kulminiert in Beethovens letzter Klaviersonate op. 111 – einem der Gipfelwerke der gesamten Klavierliteratur. Das bezieht sich vor allem auf das Adagio, den 20 Minuten währenden zweiten Satz – ein Variationensatz über ein Thema, das Beethoven als „Arietta“ bezeichnet hat. Viele Musiker, Schriftsteller, Philosophen haben versucht, diese ungeheure Musik in Worte zu fassen. Der Musikwissenschaftler Walter Riezler z.B. schrieb, dieser Satz weise „unmittelbar in die Unendlichkeit … Von der vierten Variation an … ist entschieden, dass es hier kein Zurück mehr gibt … das ist letzte Vergeistigung, Auflösung im All.“

Spannend: die Konfrontation der letzten Beethoven-Sonate mit der 1912 entstandenen „Sonatina seconda“, mit der der seinerzeit weltberühmte Klaviervirtuose und große Bach- wie Beethoven-Interpret Feruccio Busoni neue Wege suchte und sehr gewagt die tonalen Grenzen auslotete.

Links Amadeus Wiesensee (Klavier):

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